Für den Start mit Meta Ads braucht ein lokales Unternehmen vier Dinge: ein eigenes Unternehmenskonto, funktionierendes Tracking, eine einfache Kampagne für das eigene Einzugsgebiet und eine Seite, die aus Klicks Anfragen macht. Eine komplizierte Struktur ist am Anfang nicht nötig. Dieser Ratgeber zeigt die Reihenfolge, mit der Sie typische Anfängerfehler vermeiden.
Konten auf den eigenen Namen einrichten
Meta Ads laufen auf Facebook und Instagram und werden an einer Stelle verwaltet, im Werbeanzeigenmanager. Bevor Sie eine Anzeige anlegen, klären Sie die Eigentumsfrage. Das ist wichtiger als jeder Trick bei der Zielgruppe.
- Legen Sie in der Meta Business Suite ein Unternehmensportfolio an (früher Business Manager), mit Ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse.
- Fügen Sie Ihre Facebook-Seite und Ihr Instagram-Konto hinzu.
- Erstellen Sie darin das Werbekonto und hinterlegen Sie Ihr eigenes Zahlungsmittel.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Personen mit Zugriff.
Wenn eine Agentur oder ein Freelancer hilft, geben Sie Partnerzugriff auf Ihr Konto. Lassen Sie Ihre Anzeigen nicht über ein Konto laufen, das Sie nicht einsehen können. So bleiben Verlauf, Zielgruppen und Daten bei Ihnen, wenn Sie den Dienstleister wechseln.
Den blauen Button „Beitrag bewerben“ lassen Sie vorerst besser weg. Er ist schnell, bietet aber weniger Einstellungen als der Werbeanzeigenmanager.
Tracking einrichten, bevor Geld fließt
Ohne Tracking sehen Sie nur Klicks. Sie sehen nicht, welche Anzeige eine Anfrage gebracht hat. Das Meta-Pixel ist ein kleines Stück Code auf Ihrer Website, das Aktionen meldet, zum Beispiel ein abgeschicktes Kontaktformular. Der Ratgeber Was ist ein Tracking-Pixel? erklärt das in einfachen Worten.
- Legen Sie im Events Manager ein Pixel an (Meta nennt es Datensatz) und binden Sie es in Ihre Website ein.
- Richten Sie ein Hauptereignis ein, zum Beispiel „Lead“, wenn die Danke-Seite nach dem Formular lädt.
- Schicken Sie eine Testanfrage und prüfen Sie im Events Manager, ob das Ereignis ankommt.
Einwilligung: In der EU, also auch in Deutschland und Österreich, darf ein Marketing-Pixel erst laden, wenn der Besucher im Cookie-Banner zugestimmt hat. Für die Schweiz gelten eigene Regeln, die Sie prüfen sollten. Sie sehen deshalb nie alle Conversions. Das ist normal und kein Fehler in Ihrer Einrichtung. Nennen Sie das Pixel auch in Ihrer Datenschutzerklärung.
Eine einfache Kampagne aufbauen
Starten Sie mit einer Kampagne, ein oder zwei Anzeigengruppen und drei bis vier Anzeigen. Mehr verteilt ein kleines Budget zu dünn.
| Einstellung | Einfache erste Wahl |
|---|---|
| Ziel | Leads, mit Conversion auf Ihrer Website oder per Instant-Formular |
| Standort | Ihr Ort plus die Entfernung, die Sie wirklich fahren oder liefern |
| Zielgruppe | Breit innerhalb des Gebiets, sinnvolle Altersspanne, wenige Interessen |
| Platzierungen | Meta wählen lassen (Advantage+ Platzierungen) |
| Budget | Ein Tagesbetrag, den Sie einige Wochen entspannt laufen lassen können |
Ein lokales Gebiet ist schon eine kleine Zielgruppe. Wenn Sie zusätzlich viele Interessen filtern, wird sie schnell zu klein, und das System hat zu wenig Spielraum.
Geht es in Ihren Anzeigen um Wohnraum, Jobs oder Kredite, behandelt Meta sie als besondere Anzeigenkategorie und schränkt die Zielgruppenwahl ein. Geben Sie das beim Anlegen ehrlich an.
Anzeigen, die nach Ihrem Betrieb aussehen
Lokale Anzeigen wirken am besten, wenn die Menschen etwas Echtes wiedererkennen: Ihr Fahrzeug, Ihr Ladengeschäft, Ihr Gesicht, eine fertige Arbeit. Handyfotos und kurze Handyvideos reichen aus.
Ein einfaches Textmuster zum Übernehmen:
Zeile 1 (wer und wo): Hausbesitzer in [Ort]: Steht die Heizungswartung an?
Zeile 2 (Angebot): Wartung zum Festpreis durch den Meisterbetrieb, Termine noch in diesem Monat.
Zeile 3 (nächster Schritt): Tippen Sie unten und senden Sie uns Ihre Postleitzahl. Wir rufen noch am selben Tag zurück.
- Erstellen Sie drei bis vier Varianten mit unterschiedlichen Bildern und ersten Zeilen.
- Nennen Sie wenn möglich einen Preis oder einen „ab“-Preis. Das filtert Unpassende aus.
- Behaupten Sie nichts, was Sie nicht belegen können, und beachten Sie Metas Werberichtlinien für Ihre Branche.
Klicks auf eine passende Seite schicken
Die Anzeige bringt nur den Klick. Die Anfrage entsteht auf der Seite. Schicken Sie die Leute auf eine Seite, die das Angebot der Anzeige wiederholt, auf dem Handy schnell lädt und genau eine klare Handlung anbietet. Die Landingpage-Checkliste zeigt, worauf Sie achten sollten.
Eine Alternative ist das Instant-Formular direkt in Facebook oder Instagram. Es ist schnell ausgefüllt, deshalb kommen oft mehr Anfragen, aber ein Teil davon ist weniger ernst gemeint. Stellen Sie eine Zusatzfrage, etwa nach Postleitzahl oder Art des Auftrags, und rufen Sie zügig zurück.
Was Sie jede Woche prüfen sollten
Geben Sie einer neuen Kampagne einige Tage Zeit, bevor Sie etwas ändern. Meta braucht eine Lernphase, und Tageswerte schwanken stark.
- Anfragen: Wie viele kamen, und wie viele waren echt?
- Kosten pro Anfrage: Ausgaben geteilt durch Anfragen. Ein Beispiel: Bei 200 Euro Ausgaben und 8 Anfragen kostet jede 25 Euro. Vergleichen Sie das mit dem Wert eines neuen Kunden.
- Anzeigen: Pausieren Sie die klar schwächste Anzeige und ergänzen Sie eine neue Variante.
- Reaktionszeit: Hat jede Anfrage noch am selben Tag eine Antwort bekommen?
Niemand kann seriös versprechen, was Ihre Anzeigen kosten oder bringen. Das hängt von Gebiet, Angebot und Nachfassen ab. Wenn Sie die Einrichtung nicht selbst machen möchten, bietet Astranode eine Anzeigen-Einrichtung auf Anfrage an: Konto, Tracking, erste Kampagnen und Landingpage. Das Werbebudget zahlen Sie direkt an Meta, Ergebnisse werden nicht versprochen.
Behalten Sie die Konten in eigener Hand, richten Sie zuerst das Tracking ein und starten Sie mit einer einfachen Kampagne für Ihr echtes Einzugsgebiet. Maßstab sind echte Anfragen, auf die Sie schnell antworten.