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Ratgeber · Websites und Web-Apps

Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?

Was eine Firmenwebsite kostet: grobe Spannen für Baukasten, Freelancer und Agentur, die wichtigsten Preistreiber, laufende Kosten und Angebotsvergleich.

Eine Website für ein kleines Unternehmen kostet fast nichts, wenn Sie sie selbst mit einem Baukasten erstellen, einige tausend Euro bei einem Freelancer oder kleinen Studio und deutlich mehr bei einer Agentur oder mit Sonderfunktionen. Die ehrliche Antwort hängt vom Umfang ab. Hier finden Sie grobe Spannen, die Preistreiber und Tipps für den Angebotsvergleich.

Grobe Preisspannen nach Weg

Bitte lesen Sie diese Zahlen als grobe Marktspannen, nicht als erhobene Statistik. Die Preise schwanken stark nach Land, Region und danach, was genau enthalten ist. Sie sollen nur ein Gefühl für die Größenordnung geben.

WegGrobe einmalige KostenWas Sie meist bekommen
Selbst bauen mit einem Website-BaukastenKaum oder keine Einrichtungskosten, dazu eine MonatsgebührEine Vorlage, die Sie selbst füllen. Sie zahlen vor allem mit Ihrer Zeit.
Freelancer oder kleines Studio, einfache WebsiteOft von unter 1.000 bis zu mehreren tausend EuroEtwa 5 bis 10 Seiten auf Basis eines Themes oder mit leichtem eigenem Design
Agentur, individuelles DesignOft von mehreren tausend bis zu einigen zehntausend EuroKonzept, eigenes Design, Texte, Projektleitung
Online-Shop oder Web-AppSehr breite Spanne, oft deutlich über einer einfachen WebsiteZahlungen, Kundenkonten, Buchungen, Anbindung an andere Systeme

Zwei Angebote für "eine Website" können sich um den Faktor zehn unterscheiden und trotzdem beide fair sein. Meist beschreiben sie zwei verschiedene Dinge.

Was den Preis bestimmt

  • Zahl der Seiten und Seitentypen. Zehn Seiten mit demselben Aufbau sind günstig. Zehn Seiten, die alle anders aussehen, sind es nicht.
  • Design. Eine gute fertige Vorlage kostet weit weniger als ein Entwurf nur für Sie.
  • Inhalte. Wer schreibt die Texte und macht die Fotos? Übernimmt das der Dienstleister, steigt der Preis. Machen Sie es selbst, steigt Ihr Zeitaufwand.
  • Funktionen. Online-Terminbuchung, Zahlungen, Kundenlogin, Rechner und mehrstufige Formulare bedeuten zusätzliche Arbeit.
  • Sprachen. Eine zweite Sprache ist mehr als eine Übersetzung. Jede Seite, jedes Menü und jedes Formular gibt es dann doppelt.
  • Anbindungen. Die Verbindung zu Kalender, CRM, Newsletter-Tool oder Buchhaltung muss gebaut und getestet werden.
  • Rechtliches. Im deutschsprachigen Raum gehören Impressum, Datenschutzerklärung und meist eine Cookie-Einwilligung dazu. Klären Sie, wer die Texte liefert.
  • Wer baut. Stundensätze unterscheiden sich stark zwischen Ländern und zwischen einem Freelancer und einer Agentur mit Team.
  • Korrekturschleifen. Unbegrenzte Änderungsrunden sind ein häufiger Grund, warum Projekte teurer werden als geplant.

Wenn Sie den Preis senken möchten, kürzen Sie zuerst den Umfang. Eine klare Website mit fünf Seiten, die funktioniert, ist besser als eine mit zwanzig Seiten, die nie fertig wird.

Laufende Kosten nach dem Start

Die Erstellung zahlen Sie einmal. Diese Kosten kommen jeden Monat oder jedes Jahr wieder:

PostenWas das istTypische Größe
DomainIhre Adresse, etwa ihrbetrieb.deKleine Jahresgebühr
Hosting oder Baukasten-TarifDer Ort, an dem die Website läuftMonatsgebühr, klein bis mittel
Geschäftliche E-MailAdressen mit Ihrer eigenen DomainKleine Gebühr pro Postfach
WartungUpdates, Backups, SicherheitskorrekturenIhre Zeit oder ein monatlicher Wartungsvertrag
Kostenpflichtige Plugins und ToolsBuchung, Formulare, Shop-FunktionenJe nach Tool
Inhaltliche ÄnderungenNeue Preise, Fotos, SeitenIhre Zeit oder Stundensatz

Lassen Sie sich diese Posten von jedem Anbieter schriftlich auflisten. Ein niedriger Erstellungspreis mit hohem Monatsvertrag kann über drei Jahre teurer sein als ein höherer Festpreis.

So vergleichen Sie Angebote

Geben Sie jedem Anbieter dasselbe schriftliche Briefing. Sonst vergleichen Sie verschiedene Projekte. Eine Vorlage finden Sie im Ratgeber Website-Briefing schreiben. Stellen Sie dann allen diese Fragen:

  1. Welche Seiten und Funktionen sind enthalten, als Liste?
  2. Wer schreibt die Texte und liefert die Fotos?
  3. Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten und was kostet eine weitere?
  4. Ist der Preis ein Festpreis oder eine Schätzung? Netto oder brutto?
  5. Wem gehören am Ende Domain, Design und Inhalte? Bekomme ich alle Zugangsdaten?
  6. Welche monatlichen und jährlichen Kosten entstehen nach dem Start?
  7. Kann ich Texte und Fotos selbst ändern?
  8. Wie sieht der Zeitplan aus und was brauchen Sie von mir bis wann?
  9. Was passiert, wenn ich später zu einem anderen Anbieter wechseln möchte?

Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die aus einer einzigen Zeile bestehen. Ein gutes Angebot liest sich wie eine Liste dessen, was Sie bekommen.

Wann günstig genügt und wann nicht

Ein Baukasten oder eine sehr einfache Website reicht oft, wenn:

  • Sie neu starten und vor allem mit Name, Leistungen, Einzugsgebiet und Kontaktdaten gefunden werden möchten.
  • Die meisten Kunden über Empfehlungen kommen und nur prüfen, ob es Sie wirklich gibt.
  • Sie Zeit haben und bereit sind, sich in das Werkzeug einzuarbeiten.

Mehr auszugeben lohnt sich, wenn:

  • Die Website Ihre wichtigste Quelle für Anfragen oder Verkäufe ist.
  • Sie Buchungen, Zahlungen oder Logins brauchen, die zuverlässig laufen müssen.
  • Ihre Zeit anderswo mehr wert ist als in einem Seiteneditor.

Egal, was Sie zahlen: Kein Anbieter kann Ihnen ehrlich einen Platz bei Google oder eine feste Zahl an Anfragen versprechen. Seien Sie skeptisch, wenn es jemand tut.

Als ein Anhaltspunkt: Astranode erstellt Websites und Web-Apps ab 2.000 US-Dollar, mit einem schriftlichen Festpreisangebot vor Beginn der Arbeit. Einfache Websites dauern etwa 2 bis 4 Wochen. Vergleichen Sie das mit mindestens zwei weiteren Angeboten zum selben Briefing.

Kurz gesagt

Der Preis einer Website folgt ihrem Umfang. Schreiben Sie auf, was Sie brauchen, holen Sie mehrere Angebote zum selben Briefing ein und vergleichen Sie die Gesamtkosten über einige Jahre, nicht nur den Erstellungspreis.

Fragen

Gut zu wissen

Warum unterscheiden sich Website-Angebote so stark?
Weil sie oft Verschiedenes beschreiben. Seiten, Design, Inhalte, Funktionen und Korrekturschleifen variieren. Mit einem schriftlichen Briefing werden Angebote vergleichbar.
Reicht ein kostenloser Website-Baukasten für einen kleinen Betrieb?
Am Anfang oft ja, wenn Sie eine einfache Website brauchen und Zeit zum Bauen haben. Eng wird es bei Sonderfunktionen oder individuellem Design.
Mit welchen laufenden Kosten muss ich rechnen?
Domain, Hosting oder Baukasten-Tarif, E-Mail, Wartung und kostenpflichtige Tools. Lassen Sie sich monatliche und jährliche Kosten schriftlich auflisten.
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